Das Museum
StartseiteDas Museum: 80 Jahre Röntgen-Museum: 

80 Jahre Deutsches Röntgen-Museum

Der Genius des Lichts, Arno Breker (1932)

Am 18. Juni 2012 feiert das Deutsche Röntgen-Museum seinen 80. Geburtstag.

Erste Ideen zur Einrichtung eines Röntgenmuseums wurden von der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) bereits kurz nach deren Gründung im Jahr 1905 diskutiert. Ihr damaliger Präsident Heinrich Albers-Schönberg sah die besonderen Aufgaben eines solchen Museums in der Aufarbeitung und Präsentation der geschichtlichen Entwicklung der Radiologie und der DRG. Zahlreiche Radiologen begannen enthusiastisch mit der Sammlung von Exponaten. Leider konnte jedoch kein geeignetes Gebäude bezogen werden. Parallel zu diesen Bemühungen, beschloss das Präsidium der Rheinisch-Westfälischen Röntgengesellschaft unter Vorsitz des Münsteraner Internisten und Radiologen Prof. Dr. Paul Krause im Jahr 1929 Spenden für die Einrichtung eines Denkmals zu Ehren Wilhelm Conrad Röntgens an seinem Geburtsort in Lennep zu sammeln. Am 29. November 1930 wurde das von Arno Breker geschaffene Kunstwerk „Der Genius des Lichts“ feierlich am Thüringsberg unweit seines Geburtshauses enthüllt.

Während der Feierstunde unterbreitete Paul Krause den Vorschlag, im Geburtshaus Röntgens ein Museum einzurichten. Dieser Vorschlag wurde sofort vom Oberbürgermeister der Stadt Remscheid Dr. Walther Hartmann aufgegriffen. Da das Geburtshaus Röntgens nicht zu erwerben war, entschloss man sich in der Stadtverordnetenversammlung das vis-à-vis des Denkmals befindliche Bergische Patrizierhaus aus dem Jahre 1803 anzukaufen. Am 18. Juni 1932 wurde hier das Röntgen-Museum eröffnet.

Prof. Paul Krause eröffnet das Röntgen-Museum am 18. Juni 1932.
Bundesinnenminister Dr. Gerhard Schröder bei der Grundsteinlegung 1955

Trotz schlechter wirtschaftlicher Lage entschloß man sich 1937 in Lennep das Museum zum ersten Mal zu erweitern. Nachdem die DRG ihre Pläne der Errichtung eines Röntgenmuseums durch die Ausbombung der bisher gesammelten Exponate begrub, ging die Entwicklung in Lennep kontinuierlich voran. Die 1951 gegründete Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums trug ebenfalls durch Spenden dazu bei, daß die Sammlung stetig wuchs. In Kooperation mit der Industrie konnte der zweite Museumsanbau in Angriff genommen werden. 1955 erfolgte durch den Bundesinnenminister Dr. Gerhard Schröder und den Vorsitzenden der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums, Dr. Richard Seifert, Hamburg, die offizielle Einweihung.

Geburtshaus Röntgens um 1955

Im Jahr 1964 konnte die Stadt Remscheid das Geburtshaus Röntgens erwerben. Nach Restaurierung und Umbau beherbergte es bis zu seinem Verkauf an die DRG im Jahr 2011 die Bibliothek des Museums. Nach Restaurierung und Modernisierung soll das denkmalgeschützte Haus der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Die geplanten Maßnahmen sollen 2015 abgeschlossen werden.


Seit 2004 wird das Deutsche Röntgen-Museum von einem wissenschaftlichen Spezialmuseum zu einem lebensnahen Themen- und Familienmuseum kreativen Forschens und erlebnisreichen Entdeckens umgestaltet. Die Maßnahmen sollen ebenfalls 2015 abgeschlossen werden.

Geplantes neues Schauarchiv